Hundertzweiundvierzig Bildbeschreibungen für das falsche Buch
- Falsche Texte
- 14271 je Sprache, gezählt in den ausgelieferten EPUB-Dateien
- Standzeit
- 18 TageBildtausch 15.08., Berichtigung 02.09. — beide Daten aus der Versionsgeschichte
- Sichtbar für
- niemandenEine Bildbeschreibung wird vorgelesen, nicht angesehen
- Gefunden von
- außenNicht von der Prüfung, die dafür gebaut war
In beiden Ausgaben des Kriminalromans „Die vierte Seite” trugen die Kapitelbilder Bildbeschreibungen, die das Motiv eines anderen Buches beschrieben — Klopfschrift und Eis, also „Die Stimme unter dem Eis”.
Warum es niemandem auffiel
Wer durch das Buch blättert, sieht das richtige Bild. Wer es sich vorlesen lässt, hört das falsche. Der Bildstreifen selbst war am 15. August getauscht worden — sauber, vollständig, an der ausgelieferten Datei geprüft. Nur der Text darunter blieb stehen.
Was daran das eigentliche Problem war
Nicht der Fehler. Seine Hälfte.
Die Korrektur war ausgeführt worden, an der sichtbaren Hälfte — und damit stimmte alles, was jemand nachsehen würde. Eine halb ausgeführte Korrektur ist gefährlicher als eine unterlassene: Das Sichtbare deckt das Unsichtbare zu, und die Prüfung wird an der Hälfte satt.
Was wir geändert haben
Die Vorgabe schweigt jetzt. Wo früher eine Beschreibung stand, die für ein bestimmtes Buch stimmte, steht „Kapitelmarke.” — eine Angabe, die für jedes Buch wahr ist und daher nie falsch werden kann. Die genaue Beschreibung kommt aus dem Bau-Befehl des Bandes, und der Bau meldet sich, wenn sie fehlt.
Die Prüfung sitzt damit nicht mehr in einer Checkliste, sondern im Bau. Eine Checkliste wird gegen einen neuen Band nicht gehalten. Der Bau läuft immer.