Das Bild, das niemand angesehen hat
- Kanäle betroffen
- 3Beide Kindle-Ausgaben und der eigene Shop
- Geprüft worden war
- allesMaße, Dateiname, Prüfsumme, Dateigröße — nur nicht das Motiv
- Im EPUB innen
- richtigHochgeladen wurde eine andere Datei aus demselben Ordner
- Gefunden von
- dem GründerBeim Ansehen der fertigen Produktseite, nicht von einer Prüfung
Am 2. September 2026 stand ein Buch in zwei Kindle-Ausgaben und im eigenen Shop — mit dem Cover eines anderen Titels.
Das Unangenehme daran ist nicht der Fehler. Es ist, was vorher alles gestimmt hat.
Was geprüft worden war
Die Datei hatte die richtigen Maße. Sie hieß richtig. Sie lag im richtigen Ordner. Ihre Prüfsumme war notiert, ihre Größe plausibel. Jede dieser Prüfungen war grün, und jede einzelne war wahr.
Keine davon beantwortet die Frage, um die es ging: Ist auf dem Bild das richtige Buch?
Ein Bild prüft man, indem man es ansieht. Maße, Dateiname und Prüfsumme sagen nichts über das Motiv.
Der zweite Teil, der noch unangenehmer ist
Das ausgelieferte EPUB trug innen das richtige Cover. Es lag also vor, es war gebaut, es war korrekt. Hochgeladen wurde trotzdem eine andere Datei aus demselben Ordner — ein Geschwister, das genauso aussah wie das, was man suchte.
Prüfe das Stück, das wirklich hinausgeht, nicht sein Geschwister.
Was wir geändert haben
Vier Dinge, und nur eines davon ist eine Prüfung.
- Ein Herkunftsnachweis. Der Bau schreibt jetzt eine Manifestdatei mit Rolle, Prüfsumme und Kennzahlen jeder erzeugten Datei. Damit ist beantwortbar, ob es die richtige Datei ist.
- Eine Schleuse statt einer Regel. Vor dem Upload entsteht ein Ordner, der nur die Dateien genau dieses Kanals enthält — frisch bei jedem Lauf, und gar nicht erst, wenn die Prüfung rot ist. Hochgeladen wird ausschließlich daraus. Das ist die eigentliche Sicherung: Im Dateidialog steht dann nichts Falsches mehr zur Auswahl.
- Ein Archiv, weil der Bau nicht reproduzierbar ist — was unter einer ISBN im Handel steht, lässt sich nicht nachbauen (dazu ein eigener Eintrag).
- Etwas, das tatsächlich hinsieht. Ein Prüflauf legt Cover, Druckumschlag und jedes beschriebene Bild einem Modell vor und hält die Antwort gegen die Vorgabe: Titel, Gattung, Autor, Reihe. Fällt es aus, meldet es „nicht geprüft” — nie grün.
Die ersten drei beantworten alle nur „ist es die richtige Datei”. Die vierte ist die einzige, die „ist der Inhalt richtig” beantwortet.
Und eine Pointe, die uns selbst betrifft
Beim ersten scharfen Lauf hat dieses Prüfmittel eine Bildbeschreibung widerlegt, die wir aus dem Quelltext abgeleitet statt am Bild geprüft hatten.
Die Regel gilt also auch für den, der sie aufschreibt.